Aussprachefehler bis zum 4. Lebensjahr sind physiologisch und bedürfen nur in Ausnahmefällen einer Behandlung. Gegen Ende des 4. Lebensjahres sollten alle Laute und Lautverbindungen beherrscht werden.

Folgende Fehlerarten können auftreten:

Die Laute werden:

  • ersetzt durch einen anderen (statt komm ~>tomm)
  • ausgelassen (komm ~>omm)
  • bei Lautverbindungen wird ein Laut weggelassen (Schnecke ~>necke) oder ersetzt (drei ~>krei)
  • falsch gebildet (z.B. Lispeln)

Ursachen können Unvermögen in der Differenzierung ähnlich klingender Laute/ Lautverbindungen oder motorische Ungeschicklichkeiten der Artikulationsorgane sein.

Therapie:

  • Nach genauer Anamnese und Diagnostik ( Lautprüfung, Wortschatz, Sprachverständnis, Satzbau) wird die Behandlung geplant.
  • Die Therapie sollte wenigstens ein Mal wöchentlich statt finden.
  • Die Dauer richtet sich nach dem Ausmaß der Aussprachestörung und der Mitarbeit der Eltern und liegt zwischen 3 und 12 Monaten.

Beobachtungsfragen an die Eltern:

  • Hört das Kind richtig?
  • Kann das Kind ähnliche Laute unterscheiden?
  • Schluckt das Kind wie andere Kinder?
  • Ist der Mund beim Atmen geschlossen?
  • Ist die Aussprache des Kindes verständlich?