Wie muss ich vorgehen, wenn mir logopädische Therapie verordnet oder empfohlen wurde?

Zunächst vereinbaren Sie einen Termin mit uns oder lassen sich auf unsere Warteliste setzen. Erst wenn Sie einen Behandlungstermin haben, besorgen Sie sich eine Verordnung.

Benötige ich unbedingt eine Verordnung und von wem bekomme ich diese?

Als Logopäden dürfen wir ausschließlich weisungsgebunden arbeiten, d.h. nur auf ärztliche Verordnung hin therapieren.

Ihre Verordnung erhalten Sie von Ihrem Haus- bzw. Kinderarzt, HNO-Arzt, Neurologen oder Zahnarzt/ Kieferorthopäden.

Bringen Sie die Vorordnung unbedingt zu Ihrem ersten Termin mit. Ohne Verordnung können wir nicht arbeiten.

Sie sind sich allerdings unsicher, ob Sie oder Ihr Kind Logopädie benötigen, bekommen aber (noch) keine Verordnung vom Arzt, dann können Sie sich gerne von uns beraten lassen. Nutzen Sie hierfür unser Beratungsangebot.

Wie lange dauert eine Therapieeinheit und darf ich als Begleitperson dabei sein?

Eine Behandlung dauert in der Regel 30 bzw. 45 Minuten. Das hängt zum einen davon ab, welche Therapiedauer Ihr Arzt verordnet hat und zum anderen von der Art der Therapie.

Beim Erstgespräch ist es wünschenswert, wenn Sie als Eltern oder Begleitperson dabei sind. Es sind viele Fragen zu klären und die Kinder haben einen sanften Einstieg, indem sie die unbekannte Umgebung und uns ersteinmal aus etwas sicherer Distanz beobachten können.
Die Erfahrung zeigt, dass sich Kinder besser auf die Therapie selbst einlassen, wenn die Eltern nicht dabei sind. Am Ende jeder Stunde bekommen Sie berichtet, was gemacht wurde und was Sie daheim fortführen sollten. Gerne können Sie aber auch bei der einen oder anderen Behandlung dabei sein.

Müssen wir zu Hause üben?

Das ist abhängig von der Art der Therapie. Wenn wir Ihnen Hausaufgaben mitgeben, dann sollten diese auch erledigt werden, um die Therapie zu unterstützen.

Wie oft finden die Behandlungen statt und wie lange dauert es bis ich fertig bin?

Sie kommen in der Regel 1-2x pro Woche zu uns. Einige Therapiekonzepte erfordern aber auch eine hochfrequentere Behandlung 3-5x pro Woche.

Die Gesamtdauer der Behandlung ist abhängig vom Grund der Therapie und auch davon, wie ernst sie genommen wird.

Wieviel kostet die Therapie?

Für Kinder unter 18 Jahren übernimmt die gesetzliche Krankenkasse Kosten für die Behandlung. Patienten, die älter als 18 Jahre sind, müssen eine Zuzahlung leisten. Für jede Verordnung müssen 10 € Verordnungsgebühr plus 10% vom Wert der Verordnung zugezahlt werden. Sie bezahlen den Betrag an uns. Dieser wird uns von der jeweiligen Krankenkasse bei der Abrechnung wieder abgezogen.

Als Privatpatient schließen Sie zunächst mit uns einen Vertrag ab, bekommen von uns eine Rechnung und können diese dann bei Ihrer Kasse einreichen. Ob und welche Kosten Sie erstattet bekommen, ist abhängig von Ihrem Versicherungsumfang.

Machen Sie Hausbesuche?

Gerne kommen wir zu Ihnen nach Hause, wenn Ihr Arzt Ihnen logopädische Therapie verordnet, sie aber aus medizinischen Gründen nicht in die Praxis kommen können.

Wichtig ist nur, dass dies auf Ihrer Verordnung gekennzeichnet ist.

Warum soll ich kurzfristig ausgefallene Termine selber zahlen?

Alle Termine, die nicht bis 16 Uhr des Vortages abgesagt werden (egal, ob wegen Krankheit, kurzfristig eingeschobener Termine, kaputtem Auto, etc) werden Ihnen privat mit 15 Euro in Rechnung gestellt, da die Krankenkasse nur Termine bezahlt, die tatsächlich stattgefunden haben. Für einen funktionierenden Praxisablauf und die Ermöglichung des Therapieangebotes sind wir davon abhängig, dass Sie Ihre Termine einhalten bzw. rechtzeitig absagen. Nur das gibt uns die Chance, effektiv zu planen und den Praxisbetrieb aufrecht zu erhalten.

Die Krankenkasse vergütet uns eine Therapieeinheit mit ca. 30 Euro. Wir denken, dass es Ihnen gegenüber fair ist, wenn wir uns die Kosten für den entstandenen Ausfall teilen.

Behandeln Sie auch LRS und wer übernimmt die Kosten für eine Legasthenie-Therapie?

Sind die Ursachen für eine Legasthenie, im Bereich der Sprachstörungen angesiedelt, sind Sie bei uns richtig. Ansonsten empfehlen wir Ihnen speziell ausgebildete Legasthenie-Therapeuten in der Nähe.

Die Kosten für eine Legasthenie-Therapie im engeren Sinne werden nicht von den Krankenkassen übernommen, da sie kein Bestandteil der Heilmittelrichtlinien ist. Oft ist es aber so, dass Kinder, bei denen eine LRS diagnostiziert wurde, Schwierigkeiten haben, Laute zu unterscheiden, Wörter richtig zu hören und auszusprechen, unerkannte Wortfindungsstörungen aufzeigen oder sonstige Störungen im Spracherwerb aufzeigen. Die Behandlung dieser Auffälligkeiten wiederum sind fester Bestandteil im Heilmittelkatalog der Logopäden und werden vom Arzt verordnet und von den Krankenkassen übernommen.