Kinder mit (Sprach-) Entwicklungsverzögerungen durchleben alle Phasen der Entwicklung in der richtigen Reihenfolge jedoch im Vergleich zur regelrechten kindlichen Entwicklung auffällig zeitlich verzögert. Diese Verzögerung zeigt sich nicht nur in der Sprache, sondern auch im Spiel- und Sozialverhalten durch Nichtverstehen und Nichtverstandenwerden.
Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen durchleben wichtige Phasen der Entwicklung gar nicht oder nur unvollständig.

Folgende Fehlerarten können auftreten:
Sprachlich:

  • Fehler in der Lautbildung (phonetische oder phonologische Störung)
  • Fehler im Satzbau (Dysgrammatismus)
  • eingeschränkter Wortschatz
  • eingeschränktes Sprachverständnis
  • fehlender Sprachgebrauch, mangelnder Sprachantrieb

Nichtsprachlich:

  • Wahrnehmungsdefizite
  • Störungen der Grob-, Fein-und Mundmotorik
  • Kognitive Defizite

Therapie:

  • Ein frühzeitiger Behandlungsbeginn ist unbedingt notwendig.
  • Die Therapie erfolgt meist sehr spielerisch. Die Elternarbeit nimmt einen wichtigen Stellenwert ein.
  • Häufig erfolgt eine interdisziplinäre Therapie (Zusammenarbeit mit Frühförderstellen, Mothotherapie, Ergotherapie, Krankengymnastik).
  • Die Therapiedauer kann ein bis mehrere Jahre – unterbrochen von Therapiepausen – betragen.

Beobachtungsfragen an die Eltern:

  • Hört das Kind richtig?
  • Spielt und bewegt sich das Kind wie andere Kinder?
  • Wie äußert das Kind seine Wünsche?
  • Kann das Kind Dinge des Alltags benennen?
  • Fragt das Kind nach, wenn es etwas nicht benennen kann ?
  • „Erfindet“ das Kind Wörter?
  • Fällt dem Kind auf, dass andere Menschen anders sprechen?